Software · 3 Anbieter

Kundenbindung Gastronomie: Anbieter im Vergleich 2026

Zuletzt aktualisiert am 02.09.2026 · Wie wir bewerten: Methodik · Transparenz

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Betriebe mit App-basiertem Treueprogramm: SumUp

    Ihre Gäste sammeln Punkte über die SumUp Local App per QR-Code-Scan.

  • Für Betriebe mit physischen Kundenkarten ohne App: Vectron

    Sie binden Kundenkarten über bonVito ein, ganz ohne App für Ihre Gäste.

  • Für Betriebe mit digitaler Kundenkarte im Wallet: Gastronovi

    Sie verteilen digitale Kundenkarten fürs Wallet, ohne dass Ihre Gäste eine App installieren müssen.

Preise von 0 € bis 99 €/Monat.

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Anbieter im Vergleich

AnbieterPreis abOhne AppKassenanbindungFür wen
Gastronoviab 29 €/MonatJadigitale Kundenkarte fürs Wallet, keine eigene App nötignur eigene Kasse (Gastronovi)Gastronomiebetriebe, die Kasse, Website, Bestellsystem und Kundenbindung aus einer Suite statt mehreren Einzelanbietern wollen
SumUp0 €/Monat + 1,39 % je ZahlungNeinGäste müssen QR-Code scannen und SumUp Local App ladeneigene KasseCafés, Imbisse und Food-Trucks mit kleinem bis mittlerem Kartenumsatz
Vectronab 34,90 €/MonatJabonVito basiert auf physischen Kundenkarten, keine App nötignur Vectron-KassensystemRestaurants, Bars und Imbisse, die ein modulares Kassensystem mit direkter Kartenzahlung suchen

Stand: 28.08.2026, Preise zzgl. MwSt. „keine Angabe“ heißt: vom Anbieter nicht öffentlich genannt.

Welches System passt zu Ihrem Betrieb?

Wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen mit einer Empfehlung für Kundenbindung.

Gastronovi

Passt zu: Gastronomiebetriebe, die Kasse, Website, Bestellsystem und Kundenbindung aus einer Suite statt mehreren Einzelanbietern wollen, Betriebe mit Bedarf an Zeiterfassung und Warenwirtschaft neben der Kasse

Preisab 29 €/Monatzzgl. MwSt.

SumUp

Passt zu: Cafés, Imbisse und Food-Trucks mit kleinem bis mittlerem Kartenumsatz, Restaurants, die ein TSE-konformes Kassensystem ohne hohe Fixkosten wollen

Preis0 €/Monat1,39 % je Zahlungzzgl. MwSt.

Vectron

Passt zu: Restaurants, Bars und Imbisse, die ein modulares Kassensystem mit direkter Kartenzahlung suchen, Betriebe, die ein eigenes Loyalty-Programm über bonVito einbinden wollen

Preisab 34,90 €/Monatzzgl. MwSt.

Kurz gesagt

Eine Kundenkarte für die Gastronomie funktioniert heute meist ohne App-Installation: eine digitale Stempelkarte im Wallet, per QR-Code aktiviert, DSGVO-konform ohne Registrierungszwang. Wirtano vergleicht Anbieter nach App-Zwang, Kassenanbindung und Flexibilität des Bonusprogramms, damit Sie vor der Entscheidung wissen, welches System Gäste tatsächlich nutzen.

Warum der App-Zwang der größte Einwand ist

Eine Kundenkarte in digitaler Form funktioniert ohne App-Installation, wenn sie über das Apple- oder Google-Wallet läuft statt über eine eigene Anwendung. Der Gast scannt dafür einmalig einen QR-Code am Tisch oder an der Theke, die Stempelkarte legt sich direkt ins vorhandene Wallet des Smartphones, ganz ohne Download aus dem App Store. Diese Installationshürde ist der meistgenannte Einwand gegen Kundenbindungs-Programme in der Gastronomie: Ein Gast, der erst eine App herunterladen, ein Konto anlegen und Berechtigungen erteilen soll, bricht den Vorgang häufig schon vor dem ersten Stempel ab.

Für den Betrieb bedeutet der Umstieg von der Papier-Stempelkarte auf eine Wallet-Lösung vor allem eines: Der Gast verliert die Karte nicht mehr, weil sie im Smartphone gespeichert bleibt statt in einer Geldbörse zu verschwinden. Das Personal muss zudem keinen Papierstempel mehr mit einem Stempelkissen führen, ein Vorgang, der bei jedem Wechsel des Servicepersonals neu erklärt werden muss und bei Verlust der Karte den gesamten bisherigen Fortschritt des Gastes löscht. Eine digitale Kundenkarte bleibt dagegen an das Gerät des Gastes gebunden und geht bei einem Kartentausch an der Theke nicht verloren.

Anbieter außerhalb des Wirtano-Vergleichs bestätigen diesen Trend: Hillcard wirbt mit einer digitalen Stempelkarte, die Gäste per QR-Code-Scan ohne App-Installation und ohne Registrierungspflicht nutzen, stämps positioniert seine digitale Bonuskarte ebenso ausdrücklich als Lösung ohne Installationszwang. Für Sie als Betrieb bedeutet das: Je niedriger die Hürde für den ersten Stempel, desto mehr Gäste nehmen tatsächlich teil, statt die Karte nach dem ersten Besuch zu vergessen.

Was Kundenbindungs-Software leisten muss

Kundenbindungs-Software für die Gastronomie speichert Gästedaten DSGVO-konform, ohne dass ein Gast sich mit E-Mail, Passwort und Adresse registrieren muss, bevor er den ersten Stempel sammeln kann. Sie bindet außerdem an das bestehende Kassensystem an, damit ein Stempel oder Punkt automatisch bei der Zahlung vergeben wird, statt dass das Personal ihn manuell nachträgt. Die folgenden Punkte entscheiden über die Eignung für Ihren Betrieb:

  • Keine App-Installation für Gäste nötig: Der wichtigste Faktor für die tatsächliche Teilnahmequote, siehe oben.
  • DSGVO-konform ohne Registrierungszwang: Weniger erhobene Daten bedeuten weniger Aufwand bei Auskunfts- und Löschanfragen.
  • Apple- und Google-Wallet-Integration: Ersetzt die klassische Papier-Stempelkarte, ohne dass der Gast etwas installieren muss.
  • Automatische Anbindung ans Kassensystem: Vermeidet manuelle Stempelvergabe und damit Fehler oder vergessene Stempel.
  • Flexible Bonusprogramme mit Punkten und Gutscheinen: Ein Punktesystem eignet sich für Betriebe mit unterschiedlich teuren Positionen, eine reine Stempelkarten-Logik für Betriebe mit einem klaren Kernprodukt.
  • Anbietervergleich verfügbar: Bislang ranken für Kundenbindung in der Gastronomie fast ausschließlich anbietereigene Produktseiten, darunter auch SIDES, ein unabhängiger Vergleich wie dieser ist noch die Ausnahme. Für Cafés zeigt die Marktbeobachtung eine klare Präferenz: Dort bevorzugen Betriebe häufiger die Stempelkarten-Logik, etwa jeder zehnte Kaffee gratis, statt eines punktebasierten Systems.

Diese Anforderungen unterscheiden eine gastronomiegerechte Lösung von einem generischen Rabattprogramm aus dem Einzelhandel: Ein Restaurant mit wenigen, aber häufig wiederkehrenden Stammgästen braucht ein anderes Bonusmodell als ein Geschäft mit seltenem, aber hochpreisigem Einkauf.

DSGVO-Datensparsamkeit bedeutet konkret, dass eine Kundenbindungs-Software nur die Daten erhebt, die für das Bonusprogramm tatsächlich nötig sind: die Anzahl der Besuche oder Punkte, verknüpft mit einer möglichst anonymen Kennung im Wallet, statt einer vollständigen Registrierung mit Name, Geburtsdatum und Adresse. Je weniger personenbezogene Daten ein System speichert, desto geringer ist der Aufwand für den Betrieb bei einer Auskunfts- oder Löschanfrage nach Artikel 15 und 17 DSGVO, und desto geringer ist die Hemmschwelle für den Gast, überhaupt teilzunehmen. Ein System, das vor dem ersten Stempel eine vollständige Registrierung verlangt, verliert einen Teil der Gäste bereits an diesem ersten Schritt, unabhängig davon, wie attraktiv das Bonusprogramm danach ausfällt.

Die Kassenanbindung entscheidet zusätzlich darüber, wie zuverlässig ein Stempel oder Punkt tatsächlich vergeben wird. Läuft die Kundenbindung als separates System neben der Kasse, muss das Personal den Stempel manuell auslösen und vergisst das in Stoßzeiten leicht. Läuft sie dagegen automatisch über die Kasse, etwa gekoppelt an einen bestimmten Artikel oder einen Mindestbon, entfällt dieser zusätzliche Handgriff vollständig und der Gast kann sich auf eine korrekte Zählung verlassen.

Anbieter im Vergleich

Von den neun Kassensystem-Anbietern im Wirtano-Vergleich führen bislang drei ein eigenes Kundenbindungs-Modul direkt an der Kasse. Die Tabelle am Seitenanfang vergleicht sie nach Preis, App-Zwang und Kassenanbindung. Wo ein Anbieter eine Angabe nicht öffentlich macht, steht dort „keine Angabe“ statt einer Schätzung.

SumUp im Test führt das Treueprogramm als Bestandteil des Kassensystem-Funktionsumfangs, in den eigenen Produktangaben listet SumUp zusätzlich Gutscheine und Rechnungen als Funktionen derselben Kassen-App, alle drei laufen ohne separates Zusatzmodul, das Anbieterprofil liefert die vollständige Funktionsübersicht der SumUp-Kasse.

Vectron im Test bindet mit bonVito Loyalty Sammelprogramme und Marketing-Tools direkt an die Kasse an, in den eigenen Produktangaben erscheint bonVito Loyalty im selben Funktionsumfang wie Tischreservierung und das Online-Bestellsystem per QR-Code, alle als Teil des VECTRON-SMART-Komplettpakets, das Anbieterprofil vertieft die Kassenintegration im Detail. Vectron bestätigt in eigenen Angaben TSE- und GoBD-Konformität für die Kasse, zur DSGVO-Handhabung des bonVito-Moduls selbst liegt keine öffentliche Angabe vor.

Gastronovi im Test bindet das Kundenbindung-Modul laut eigener Produktübersicht direkt an Kasse und Gästeservice an, neben Website, Bestellsystem und Tischreservierung als Teil derselben Produktsuite, das Anbieterprofil vertieft die übrige Suite. Zum App-Zwang beim Gastronovi-Kundenbindungsmodul liegt keine öffentliche Angabe vor.

Außerhalb der drei Anbieter mit eigener Wirtano-Seite tauchen im Marktumfeld weitere Namen mit belegter Kundenbindungs-Funktion auf, aber ohne eigene Seite in diesem Vergleich: SIDES betreibt unter get-sides.de/bonussystem eine eigene Bonussystem-Seite und rankt damit auf Position 1 für die Suche "kundenkarte gastronomie", zu App-Zwang oder Kassenanbindung liegen jedoch keine öffentlichen Detailangaben vor. Korona POS, ein allgemeines Kassensystem ohne Gastronomie-Fokus, listet laut eigenen Angaben Kundenbindung und Gutscheine im Funktionsumfang, auch hier fehlen öffentliche Detailangaben zur konkreten Umsetzung.

Alle Systeme unterscheiden sich vor allem darin, ob Kundenbindung eine eingebaute Funktion der Kasse ist oder ein eigenständiges Modul mit zusätzlichem Marketing-Werkzeug. Für Betriebe, die zunächst nur Stammgäste ohne Zusatzaufwand belohnen wollen, reicht ein eingebautes Treueprogramm häufig aus, wer aktiv Aktionen und Kampagnen an Bestandsgäste ausspielen will, profitiert eher von einem eigenständigen Modul wie bonVito.

Außerhalb des Wirtano-Vergleichs treten am Markt zusätzlich spezialisierte Anbieter wie Hillcard oder stämps an, die sich ausschließlich auf digitale Stempelkarten konzentrieren, statt Kundenbindung als Modul einer größeren Kassensuite anzubieten. Diese spezialisierten Lösungen eignen sich vor allem für Betriebe, die bereits ein Kassensystem im Einsatz haben, das selbst kein Kundenbindungs-Modul mitbringt, und die eine eigenständige Wallet-Lösung daneben betreiben möchten, statt das Kassensystem zu wechseln.

Der Markt für Kundenbindungs-Software in der Gastronomie ist insgesamt kleinteiliger als der Kassenmarkt: Neben Hillcard und stämps ranken für die Suche nach digitalen Stempelkarten und Kundenkarten weitere spezialisierte Anbieter wie AppYourself, loyal-app.de, wardy-app.com, SIDES und SmartLoyalty, jeweils mit eigener Produktseite. Ein einziges Vergleichsportal, getqard.com, listet mehrere dieser Anbieter nebeneinander, unabhängige redaktionelle oder verbandsseitige Vergleiche fehlen dagegen bislang vollständig in diesem Marktsegment. Für Betriebe bedeutet diese Kleinteiligkeit: Ein Anbieterwechsel bindet weniger an eine große Kassensuite als im Kassen- oder Zahlungsmarkt, dafür lohnt sich ein genauerer Blick auf jede einzelne Produktseite, weil die Funktionsbeschreibungen zwischen den Anbietern stark variieren.

Die Bonusprogramm-Flexibilität unterscheidet sich ebenfalls deutlich zwischen den beiden Vergleichs-Anbietern: bonVito Loyalty bei Vectron bietet nach vorliegenden Angaben eigene Sammelprogramme, mit denen ein Betrieb mehrere Aktionen parallel führen kann, während das SumUp-Treueprogramm enger an den Funktionsumfang der Kasse gebunden ist. Für einen Betrieb mit nur einem einzigen, klar definierten Bonusziel, etwa dem zehnten Kaffee gratis, macht dieser Unterschied wenig aus, für einen Betrieb, der saisonale Aktionen und ein dauerhaftes Bonusprogramm gleichzeitig betreiben will, spricht mehr für eine flexiblere, eigenständige Lösung.

Bei allen drei Vergleichs-Anbietern mit eigener Wirtano-Seite lässt sich aus den vorliegenden Produktangaben nicht abschließend ablesen, ob die Wallet-Anbindung ohne separate App-Installation läuft. Fragen Sie deshalb vor der Auswahl gezielt nach, wie die Stempel- oder Punktevergabe für den Gast in der Praxis aussieht, und lassen Sie sich den Ablauf vom Anbieter live zeigen, statt sich auf allgemeine Produktbeschreibungen zu verlassen. Ein Anbieter, der den App-losen Ablauf nicht klar demonstrieren kann, birgt das Risiko, dass Gäste die Teilnahme am Bonusprogramm am Ende doch als zu aufwendig empfinden und die Karte nach dem ersten Besuch nicht mehr nutzen.

Für wen das Kundenbindungs-Angebot passt

Für wen: Restaurants, Cafés und Bars, die Stammgäste ohne App-Installationshürde binden und dabei DSGVO-konform mit Gästedaten umgehen wollen, von der Imbissbude mit einfacher Stempelkarten-Logik bis zum Restaurant oder zur Bar mit mehreren parallelen Aktionen und einem festen Kreis wiederkehrender Gäste. Nicht für wen: Betriebe, die primär Bewertungsmanagement oder Newsletter-Marketing statt einer Bonusprogramm-Software suchen, für sie passt eher die Einrichtung von Wirtano zum Thema Stammgäste binden, die über reine Kundenbindungs-Software hinausgeht und Website, Google-Profil und Kundenkarte gemeinsam betrachtet, statt jeden Baustein einzeln zu beschaffen und selbst zu verbinden.

Häufige Fragen

Gibt es eine Stempelkarte-App?

Die meisten Anbieter setzen heute nicht mehr auf eine eigene App, sondern auf eine digitale Stempelkarte im Apple- oder Google-Wallet. Der Gast aktiviert sie per QR-Code-Scan, eine Installation entfällt damit.

Was bringt die Kundenkarte für ein Restaurant?

Eine Kundenkarte bindet Stammgäste über einen sichtbaren Vorteil, etwa einen kostenlosen Kaffee nach zehn Besuchen, und liefert dem Betrieb gleichzeitig Daten darüber, wie oft Gäste wiederkommen. Ohne Kundenkarte bleibt diese Wiederkehr für den Betrieb unsichtbar.

Brauchen Gäste eine App für digitale Stempelkarten?

Nein, bei den meisten aktuellen Lösungen nicht. Eine digitale Stempelkarte legt sich per QR-Code-Scan ins vorhandene Wallet des Smartphones, eine zusätzliche App-Installation ist dafür nicht nötig.

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