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SumUp

Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026 · Preise geprüft am 28.08.2026

Auf einen Blick

SumUp passt für Betriebe mit kleinem bis mittlerem Kartenumsatz, die ein TSE-konformes Kassensystem ohne Grundgebühr wollen und das Zusatzmodul Kassensystem Plus bei Bedarf einplanen.

Preis
0 €/Monat + 1,39 % je Zahlung zzgl. MwSt.
Vertragslaufzeit
monatlich kündbar
Compliance
TSE: JaGOBD: keine AngabeDSGVO: keine Angabe

Passt für

  • Cafés, Imbisse und Food-Trucks mit kleinem bis mittlerem Kartenumsatz
  • Restaurants, die ein TSE-konformes Kassensystem ohne hohe Fixkosten wollen

Passt nicht für

  • Betriebe mit sehr hohem, planbarem Kartenumsatz, für die individuelle Großkundenkonditionen anderer Anbieter günstiger sein können

Passt SumUp zu meinem Betrieb? Erstgespräch Alle Kassensystem im Vergleich

Website von SumUp
Screenshot: Wirtano · Quelle: sumup.com · Stand 01.09.2026

Kurz gesagt

SumUp-Kassensystem-Erfahrungen zeigen ein gestaffeltes Tarifmodell: Im Standard-Tarif fällt keine monatliche Grundgebühr an, dafür 1,39 % je Transaktion, im Tarif Zahlungen Plus kostet die Grundgebühr 19 € im Monat bei nur 0,79 % für inländische EC- und Kreditkarten. Ein unabhängiger Test bewertet SumUp mit der Note 1,5 als Testsieger mit den niedrigsten Transaktionsgebühren im Vergleich.

Was ist SumUp?

SumUp bietet ein Kassensystem für Tablets mit integriertem Kartenterminal und richtet sich an Cafés, Imbisse, Food-Trucks und Restaurants, die ein einfaches, TSE-konformes System ohne hohe Fixkosten suchen. Die Kassen-App läuft auf einem Tablet und verbindet Bonierung, Kartenzahlung und Belegausgabe in einer Oberfläche, ohne dass ein separates Terminal angeschafft werden muss.

Der zentrale Unterschied zu Suiten mit Filialsteuerung wie Lightspeed liegt im Zuschnitt auf kleinere, einzelne Betriebe: SumUp verzichtet auf Mehrstandort-Verwaltung und Warenwirtschaft, deckt dafür die Grundfunktionen einer Gastrokasse ab, ohne dass ein Betrieb für ungenutzte Funktionen einer größeren Suite mitzahlt. Für einen Imbiss oder ein kleines Café mit einem einzigen Kassenplatz ist das häufig ausreichend, für eine Restaurantkette mit mehreren Filialen fehlt dagegen die zentrale Steuerung.

Funktionen von SumUp

Neben der Kernfunktion Kartenzahlung deckt die SumUp-App Rechnungen, Gutscheine und ein Treueprogramm ab, alle drei laufen ohne separates Zusatzmodul direkt im Funktionsumfang der Kasse. Wer zusätzliche Kassenfunktionen wie erweiterte Tischverwaltung braucht, bucht das kostenpflichtige Zusatzmodul Kassensystem Plus dazu, das für 49 € im Monat zusätzlich zum gewählten Zahlungstarif berechnet wird, eine Kombination, die in reinen Preisvergleichen leicht übersehen wird.

Das Treueprogramm läuft direkt über die Kassen-App, ein Betrieb muss keine separate Kundenbindungs-Software anschaffen oder anbinden, um Stammgäste über Bonuspunkte oder wiederkehrende Aktionen zu binden. Gutscheine lassen sich ebenfalls direkt in der App ausstellen und beim nächsten Besuch einlösen, ohne dass Personal den Restwert manuell nachhält. Für einen Betrieb, der bislang ganz ohne digitale Kundenbindung arbeitet, deckt SumUp damit die Grundfunktionen ab, ohne dass ein separates Kundenbindungs-Tool eingerichtet werden muss.

Preise von SumUp

SumUp bietet zwei Tarife: Der Standard-Tarif berechnet keine monatliche Grundgebühr und 1,39 % je Transaktion, der Tarif Zahlungen Plus kostet 19 € im Monat, senkt die Transaktionsgebühr für inländische EC- und Kreditkarten aber auf 0,79 %. Welcher Tarif günstiger ist, hängt vom monatlichen Kartenumsatz ab: Bei 3.000 € Kartenumsatz kostet der Standard-Tarif rund 41,70 € an Transaktionsgebühren, der Tarif Zahlungen Plus mit Grundgebühr kommt auf rund 42,70 € insgesamt, bei höherem Umsatz kehrt sich dieses Verhältnis zugunsten der Grundgebühr um.

Der Umschlagpunkt zwischen den beiden Tarifen liegt rechnerisch bei einem Kartenumsatz von rund 3.167 € im Monat: Darunter ist der Standard-Tarif ohne Grundgebühr günstiger, darüber lohnt sich Zahlungen Plus mit der niedrigeren Transaktionsgebühr. Ein Betrieb mit schwankendem Kartenumsatz über das Jahr, etwa mit einer starken Sommersaison und einem ruhigeren Winter, sollte deshalb nicht nur den Durchschnittsumsatz, sondern auch die Schwankungsbreite gegen diesen Umschlagpunkt prüfen, bevor er sich für einen der beiden Tarife entscheidet.

Ab 10.000 € Kartenumsatz im Monat bietet SumUp individuelle Konditionen abseits der Standardtarife an. Ein unabhängiger Test bewertet SumUp mit der Note 1,5 als Testsieger mit den niedrigsten Transaktionsgebühren im Vergleich, die Spanne im Gesamtvergleich reicht von 0,8 bis 2,5 %. Im Vergleich zu Flatpay, das 1,29 bis 1,69 % berechnet, aber eine 36-monatige Mindestlaufzeit verlangt, bindet sich ein SumUp-Betrieb im Standard-Tarif an keinen festen Vertragszeitraum, ein Vorteil für Betriebe, die sich noch nicht langfristig festlegen wollen.

Einrichtung und Integrationen

Die TSE-Konformität ist bei SumUp fest in die Kassen-App integriert und wird laut Produktseite ohne separate Zusatzkosten bereitgestellt, ein Betrieb muss also keine eigene TSE-Hardware anschaffen oder gesondert bezahlen. Öffentlich dokumentierte Integrationen zu Drittanbieter-Software wie Buchhaltungsprogrammen nennt SumUp auf der deutschen Website nicht, wer eine bestehende Buchhaltungsanbindung braucht, sollte das vor Vertragsabschluss direkt beim Anbieter erfragen.

Die Einrichtung selbst reduziert sich auf drei Schritte: Tablet mit der SumUp-App verbinden, Kartenlesegerät koppeln und Menü beziehungsweise Artikel in der App anlegen. Ein separates Onboarding durch einen Techniker vor Ort ist bei diesem Umfang in der Regel nicht nötig, anders als bei größeren Suiten mit Warenwirtschaft und Mehrstandort-Verwaltung, deren Einrichtung mehrere Wochen dauern kann.

Compliance: TSE und Finanzamt

SumUp bewirbt die TSE-Konformität ausdrücklich als eingebautes Feature der Kasse, ohne dass der Betrieb dafür zusätzlich zahlt. Die TSE ist seit 2020 für jedes elektronische Kassensystem in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben, unabhängig vom gewählten Anbieter, und schützt Kassendaten vor nachträglicher, unbemerkter Änderung. Zur GoBD-konformen Archivierung der Kassendaten und zur DSGVO-konformen Verarbeitung von Gästedaten macht SumUp auf der deutschen Produktseite keine öffentliche Angabe, beide Punkte lassen sich vor der Entscheidung direkt beim Support klären, insbesondere für Betriebe, die eine Kassennachschau oder Betriebsprüfung ohne Rückfragen bestehen wollen.

Für welchen Betriebstyp SumUp passt

Ein Imbiss oder Food-Truck mit wechselndem Kartenumsatz profitiert am stärksten vom Standard-Tarif ohne Grundgebühr, weil in umsatzschwachen Wochen keine feste Kostenbasis anfällt, anders als bei einem Anbieter mit fester Monatsgebühr. Ein Café mit gleichmäßigerem, aber überschaubarem Kartenumsatz kann je nach tatsächlichem Volumen zwischen Standard-Tarif und Zahlungen Plus wählen und sollte den oben genannten Umschlagpunkt von rund 3.167 € im Monat als Richtwert verwenden. Ein Restaurant mit Tischservice und höherem Kartenumsatz profitiert stärker von der niedrigeren Transaktionsgebühr im Tarif Zahlungen Plus, sofern der Kartenumsatz stabil über dem Umschlagpunkt liegt.

Alternativen zu SumUp

SumUp unterscheidet sich von Zettle durch das gestaffelte Tarifmodell mit optionaler Grundgebühr, während Zettle ein Kartenlesegerät zum Kauf anbietet, ohne die Transaktionsgebühr öffentlich zu nennen. Von Flatpay unterscheidet sich SumUp durch die fehlende Mindestlaufzeit: Wo Flatpay 36 Monate bindet, läuft der SumUp-Standard-Tarif ohne festen Vertragszeitraum.

Gegenüber Lightspeed liegt der Unterschied im Zuschnitt: Lightspeed richtet sich mit Mehrstandort-Verwaltung und Warenwirtschaft an größere Betriebe und kostet mindestens 119 € im Monat, SumUp deckt die Grundfunktionen einer Einzelbetrieb-Kasse ohne Grundgebühr ab.

SumUp-Alternativen entdecken vergleicht gezielt Ausweichoptionen. Zurück zur Kassensysteme-Übersicht vergleicht alle neun Anbieter. Flatpay oder SumUp im direkten Vergleich und SumUp oder Zettle im direkten Vergleich stellen die Anbieter direkt gegenüber.

Häufige Fragen

Wie viel kostet das SumUp Kassensystem Pro?

SumUp führt kein Produkt namens Kassensystem Pro. Das kostenpflichtige Zusatzmodul heißt Kassensystem Plus und kostet 49 € im Monat zusätzlich zum gewählten Zahlungstarif, der Standard-Zahlungstarif selbst kostet 0 € Grundgebühr plus 1,39 % je Transaktion.

Hat das Finanzamt Zugriff auf SumUp?

SumUp speichert Kassiervorgänge über die integrierte TSE manipulationssicher, wie es die Kassensicherungsverordnung vorschreibt, das Finanzamt kann die signierten Daten im Rahmen einer Kassennachschau oder Betriebsprüfung einsehen. Eine eigene öffentliche Angabe zur GoBD-konformen Archivierung macht SumUp nicht.

Was sind die Nachteile von SumUp?

Zu den dokumentierten Einschränkungen zählen fehlende öffentliche Angaben zu GoBD- und DSGVO-Konformität sowie das kostenpflichtige Zusatzmodul Kassensystem Plus für erweiterte Kassenfunktionen, das separat zum Zahlungstarif berechnet wird. Bei sehr hohem Kartenumsatz kann zudem eine individuelle Großkundenkondition bei anderen Anbietern günstiger ausfallen.

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