Software · 9 Anbieter

Kassensysteme Gastronomie 2026: Anbieter im Vergleich

Zuletzt aktualisiert am 02.09.2026 · Wie wir bewerten: Methodik · Transparenz

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Cafés und Imbisse mit kleinem Kartenumsatz: SumUp

    Sie zahlen keine Grundgebühr im Standard-Tarif, die TSE ist im Preis enthalten.

  • Für Restaurants mit mehreren Standorten: Lightspeed

    Sie verwalten mehrere Standorte zentral und zahlen ab 89 Euro pro Monat je Lizenz.

  • Für Betriebe mit DATEV-Buchhaltung: Vectron

    Sie exportieren Kassendaten direkt ins DATEV-Kassenarchiv und binden bonVito-Kundenkarten an der Kasse ein.

Preise von 0 € bis 249 €/Monat, 1 von 9 Anbietern nur auf Anfrage.

Erstgespräch anfragenZur Tabelle

Anbieter im Vergleich

AnbieterPreis abGebührHardware abTSE-KostenLaufzeitFür wen
DISH POSab 69 €/Monatkeine Angabe1.684 €Startpreis für die Grundausstattung, zzgl. MwSt.enthaltenTeil der 1.684-€-Grundausstattung12 MonateTap-to-Pay-Lizenz Mindestvertragslaufzeit 12 MonateRestaurants und Cafés, die einen klar bezifferten Einstiegspreis für Hardware und Lizenz suchen und Zahlung direkt über DISH Pay ergänzen wollen
Flatpay0 €/Monat + 1,79 % je Zahlung1,79 %1.999 €POS Basic 1.999 €; Premium 2.999 €; Terminal allein 0 €enthaltenFiskaly-Cloud-TSE immer im POS-Preis enthalten36 Monategilt laut AGB pro Terminal/ZahlungslösungRestaurants, Cafés und Bars mit stabil hohem Kartenumsatz
Gastronoviab 29 €/Monatkeine Angabekeine Angabe14 €/Monat (Cloud-TSE-Modul)inkl. 10.000 Transaktionen/Monat, Kassensystem erforderlich3 MonateMonats-/Erfolgstarife, danach monatlich kündbarGastronomiebetriebe, die Kasse, Website, Bestellsystem und Kundenbindung aus einer Suite statt mehreren Einzelanbietern wollen
Lightspeedab 89 €/Monatkeine Angabekeine Angabekeine Angabekeine AngabeRestaurants, Systemgastronomie und Franchise-Betriebe mit mehreren Standorten
orderbirdab 18,33 €/Monatkeine Angabe149 €orderbird MINI Gerätepreis, einmalig zzgl. MwSt.enthaltenOnline-TSE Bestandteil aller PRO-Pakete und im MINI-Preis12 MonatePRO-Pakete S/M/L; MINI bietet monatlich kündbare LizenzRestaurants, die ein TSE-konformes Kassensystem mit optionaler Tischreservierung und QR-Code-Bestellung aus einer Hand suchen
SumUp0 €/Monat + 1,39 % je Zahlung1,39 %34 €Solo Lite, günstigstes GerätenthaltenTSE-Konformität ohne Zusatzkostenmonatlich kündbarCafés, Imbisse und Food-Trucks mit kleinem bis mittlerem Kartenumsatz
Tillhubauf Anfragekeine Angabekeine AngabeenthaltenCloud-TSE via fiskaly, immer 100% finanzamtkonformkeine AngabeRestaurants, Cafés und Bäckereien, die Kasse, Tischreservierung und Zahlungsabwicklung aus einer Hand ohne externen Payment-Anbieter wollen
Vectronab 34,90 €/Monat1,29 %keine Angabeüber Fachhändlerkein Fixpreis in der SMART-Preistabelle24 Monategilt bundleweit für VECTRON SMARTRestaurants, Bars und Imbisse, die ein modulares Kassensystem mit direkter Kartenzahlung suchen
Zettleab 29 € einmalig1,39 %29 €PayPal Reader, nur für neue Geschäftskundenenthaltenkeine monatliche Gebühr laut AGBmonatlich kündbarCafés, Imbisse und Einzelhandel, die ein günstiges Einstiegsgerät für Kartenzahlung suchen

Stand: 28.08.2026, Preise zzgl. MwSt. „keine Angabe“ heißt: vom Anbieter nicht öffentlich genannt.

Welches System passt zu Ihrem Betrieb?

Wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen mit einer Empfehlung für Kassensystem.

Lightspeed

Passt zu: Restaurants, Systemgastronomie und Franchise-Betriebe mit mehreren Standorten, Betriebe, die umfangreiche Integrationen brauchen und ein Monats- oder Jahresabo akzeptieren

Preisab 89 €/Monatzzgl. MwSt.

SumUp

Passt zu: Cafés, Imbisse und Food-Trucks mit kleinem bis mittlerem Kartenumsatz, Restaurants, die ein TSE-konformes Kassensystem ohne hohe Fixkosten wollen

Preis0 €/Monat1,39 % je Zahlungzzgl. MwSt.

Vectron

Passt zu: Restaurants, Bars und Imbisse, die ein modulares Kassensystem mit direkter Kartenzahlung suchen, Betriebe, die ein eigenes Loyalty-Programm über bonVito einbinden wollen

Preisab 34,90 €/Monatzzgl. MwSt.

Kurz gesagt

Ein Kassensystem für die Gastronomie muss TSE-konform sein, Belege ausgeben und GoBD-konform Daten führen, das ist seit 2020 Pflicht für jedes elektronische Kassensystem. Wirtano vergleicht neun Anbieter nach Preis, TSE-Umsetzung und Zusatzfunktionen wie Tischverwaltung oder Bestellsystem-Anbindung, damit Sie vor der Entscheidung wissen, welches System zu Ihrem Betrieb passt.

Was ein Kassensystem für die Gastronomie ist

Ein Kassensystem für die Gastronomie erfasst Bestellungen und Zahlungen an Tisch oder Theke und verbindet beides mit der Küche und der Buchhaltung. Es unterscheidet sich von einer generischen Einzelhandelskasse durch Tischverwaltung, Bonierung nach Tisch oder Gast und eine direkte Anbindung an Küchendrucker oder Kitchen-Displays. Ein Imbiss ohne Tischservice braucht diese Tischverwaltung selten, ein Restaurant mit vollem Saal dagegen kaum ohne sie.

Die Bandbreite reicht von einer einfachen App mit Kartenlesegerät für kleine Betriebe bis zur vollständigen Suite mit Warenwirtschaft, Personalplanung und Filialsteuerung für Ketten. Zwischen diesen beiden Enden entscheidet vor allem die Betriebsgröße und die Zahl der gleichzeitig zu bedienenden Tische, welches System sich lohnt.

Ist ein Kassensystem in der Gastronomie Pflicht

Ein Kassensystem selbst schreibt der Gesetzgeber nicht vor, eine offene Ladenkasse mit täglichem Kassenbuch bleibt weiterhin erlaubt. Sobald ein Betrieb elektronisch kassiert, greift seit 2020 die Pflicht zur zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung, kurz TSE, nach der Kassensicherungsverordnung. Dazu kommt die Bonpflicht: Jeder Geschäftsvorfall muss einen Beleg erzeugen, den der Gast erhalten kann, auch wenn er ihn nicht mitnimmt.

Die TSE speichert jeden Kassiervorgang manipulationssicher und signiert ihn kryptografisch, damit eine nachträgliche Änderung an den Daten erkennbar wird. Alle neun in diesem Vergleich genannten Anbieter bilden die TSE entweder direkt im System oder über eine Cloud-Integration wie fiskaly ab.

Was ein Kassensystem leisten muss

Ein TSE-konformes Kassensystem für die Gastronomie führt sein Kassenbuch GoBD-konform, damit die Finanzbuchhaltung die Daten revisionssicher übernehmen kann, und speichert Gästedaten DSGVO-konform, wo Reservierungen oder Kundenkarten personenbezogene Informationen erfassen. Die folgenden Anforderungen entscheiden in der Praxis über die Eignung für Ihren Betrieb:

  • TSE-Konformität: Pflicht für jedes elektronische Kassensystem seit 2020. Foodtruck-Betriebe brauchen zusätzlich einen zuverlässigen Offline-Modus, weil die Mobilfunk-Abdeckung an wechselnden Standorten schwankt.
  • Bonpflicht und Belegausgabepflicht: Jeder Vorgang muss einen Beleg erzeugen können.
  • GoBD-konforme Kassenführung: Die Daten müssen revisionssicher und unveränderbar archiviert werden.
  • DSGVO-konforme Datenhaltung: Gilt für Gäste- und Kundendaten, sobald das System Kundenkarten oder Reservierungen speichert.
  • Transparente Monats- und Einrichtungskosten: Ein Preis auf Anfrage ohne Bandbreite erschwert den Vergleich vor Vertragsabschluss.
  • Anbindung an DATEV und digitales Kassenbuch: Spart der Buchhaltung manuelle Übertragung.
  • iPad- und Tablet-Kompatibilität: Für Foodtrucks zählt eher ein robustes, akkubetriebenes Gehäuse als ein schlankes Tablet-Design, für Bars hat eine schnelle Bonerfassung in Stoßzeiten Vorrang vor Zusatzfunktionen.

Alle neun Anbieter im Vergleich

Die Tabelle am Seitenanfang vergleicht die neun Kassensysteme nach Preis, Gebühr, Hardware, TSE-Kosten und Vertragslaufzeit. Wo ein Anbieter eine Zahl nicht öffentlich nennt, steht dort „keine Angabe“ statt einer Schätzung.

Flatpay im Test bündelt Zahlungsterminal und Kassensystem in einer Lösung mit vergleichsweise niedriger Transaktionsgebühr, ein unabhängiger Test warnt allerdings vor der langen Mindestlaufzeit.

SumUp im Test bietet die TSE-konforme Kasse ohne monatliche Grundgebühr im Standard-Tarif, das Anbieterprofil liefert die vollständige Tarifübersicht inklusive des Tarifs Zahlungen Plus.

Lightspeed im Test gilt laut unabhängigem Test als teuerstes Kassensystem im Vergleich, dafür deckt es Filialsteuerung und Warenwirtschaft ab, die das Anbieterprofil im Detail beschreibt.

Vectron im Test teilt mit diesem Hub die GoBD-Konformität über die DATEV-Kassenarchiv-Anbindung, das Anbieterprofil vertieft die Zahlungsarten und die Kassenintegration von bonVito Loyalty.

Zettle im Test erscheint in der Vergleichstabelle mit seiner Geräte-Kauf-Option, das Anbieterprofil liefert Details zur PayPal-Anbindung.

orderbird im Test integriert die TSE direkt in die Kasse, dieselbe Entität TSE verbindet beide Seiten, das Anbieterprofil beschreibt zusätzlich das eigene Reservierungssystem.

Tillhub im Test dient hier als Fakten-Beleg für die TSE-Umsetzung über fiskaly, das Anbieterprofil vertieft die Umstellung auf Tillhub by Unzer.

Gastronovi im Test teilt mit diesem Hub die Entität Gastronomie, Gastronovi bündelt Kasse, Bestellsystem und Website in einer gemeinsamen Suite statt einzelner Module.

DISH POS im Test liefert die Kostenbeispiele in der Tabelle oben, das Anbieterprofil bewertet Hardware, Einrichtung und die DISH-Pay-Integration im Detail.

Was ein Kassensystem kostet

Die monatlichen Kosten für ein Kassensystem in der Gastronomie reichen von 0 Euro Grundgebühr bei transaktionsbasierten Anbietern bis zu 249 Euro pro Monat bei umfangreichen Suiten mit Filialsteuerung. SumUp verlangt im Standard-Tarif keine Grundgebühr und rechnet stattdessen 1,39 % je Kartenzahlung ab, ein Modell, das sich für Betriebe mit kleinem, schwankendem Kartenumsatz eignet. Lightspeed kostet laut eigener Preisseite 89 bis 249 Euro pro Monat je nach Paket, als Monats- oder Jahresabo, dafür ist Filialsteuerung für mehrere Standorte enthalten.

DISH POS beziffert die Einstiegskosten konkret: 69 Euro pro Monat Lizenz zuzüglich Mehrwertsteuer, dazu einmalig rund 1.684 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer für Hardware und Einrichtung der Grundausstattung. Vectron, Zettle, orderbird, Tillhub und Gastronovi nennen ihre Preise nicht öffentlich, hier gilt in der Tabelle oben durchgehend "Preis auf Anfrage" statt einer geschätzten Zahl. Neben der Grundgebühr oder Transaktionsgebühr lohnt ein Blick auf die Vertragsbindung: Flatpay verlangt laut unabhängigem Test 36 Monate Mindestlaufzeit und eine Strafgebühr von 50 Euro pro Monat, wenn der Kartenumsatz unter 2.000 Euro bleibt, ein Detail, das in der reinen Prozentangabe nicht sichtbar wird.

Bei einem Preisvergleich lohnt es sich, laufende Kosten und einmalige Kosten getrennt zu betrachten. Eine niedrige oder fehlende Grundgebühr bedeutet nicht automatisch das günstigste Gesamtpaket, wenn Hardware, Einrichtung oder Schulung des Personals separat berechnet werden. DISH POS macht diese Trennung offen: Der Betrag von 1.684 Euro für Hardware und Einrichtung fällt einmalig an, die 69 Euro pro Monat laufen danach unabhängig davon weiter. Bei Anbietern mit "Preis auf Anfrage" lohnt es sich, genau diese Trennung im Angebot einzufordern, statt nur nach einer einzelnen Gesamtsumme zu fragen.

Direkter Vergleich zweier Anbieter

Flatpay oder SumUp im direkten Vergleich stellt die Mindestlaufzeit von Flatpay der grundgebührfreien Abrechnung von SumUp gegenüber. Lightspeed oder Vectron im direkten Vergleich vergleicht zwei Systeme für größere Betriebe nach Preismodell und Funktionsumfang. SumUp oder Zettle im direkten Vergleich stellt zwei Einsteiger-Lösungen mit Kartenlesegerät gegenüber. Alle drei Vergleichsseiten benennen dabei ausdrücklich, wo der jeweils andere Anbieter im konkreten Einzelfall besser passt, statt pauschal einen Gewinner festzulegen.

TSE und GoBD vertiefend

Die TSE schützt Kassendaten vor nachträglicher Manipulation, indem sie jeden Kassiervorgang signiert und protokolliert, sodass eine Änderung im Nachhinein technisch erkennbar wird. GoBD verlangt zusätzlich eine revisionssichere Aufbewahrung dieser Kassendaten über die gesetzliche Aufbewahrungsfrist hinweg, unabhängig davon, welches Kassensystem sie erzeugt hat.

Für die Praxis bedeutet das: Ein Kassensystem ohne TSE oder mit lückenhafter GoBD-Führung setzt den Betrieb bei einer Kassennachschau oder Betriebsprüfung einem Risiko aus, das sich mit einem TSE-konformen System von Anfang an vermeiden lässt, unabhängig davon, welcher der neun Anbieter im Vergleich am Ende gewählt wird. Dazu kommt die Bonpflicht, die unabhängig von TSE und GoBD gilt und häufig im Alltag übersehen wird, wenn das Personal aus Zeitdruck keinen Beleg ausgibt. TSE und GoBD verständlich erklärt vertieft beide Themen sowie die Bonpflicht für Betriebe, die vor der Anbieterwahl erst die rechtlichen Grundlagen klären möchten.

Für wen das Kassensystem-Angebot passt

Für wen: Gastronomiebetriebe jeder Größe, die ein TSE-konformes Kassensystem neu einführen oder ein bestehendes System wechseln wollen, von der Imbissbude bis zur Restaurantkette mit mehreren Standorten. Nicht für wen: reine Einzelhandelsbetriebe ohne Tischservice oder Küchenanbindung, deren Anforderungen an Warenwirtschaft und Bonierung anders liegen als im gastronomischen Tischservice.

Häufige Fragen

Ist ein Kassensystem in der Gastronomie Pflicht?

Ein Kassensystem selbst ist nicht vorgeschrieben, eine offene Ladenkasse bleibt erlaubt. Sobald ein Betrieb elektronisch kassiert, muss das System seit 2020 eine TSE besitzen, Belege ausgeben und die Daten GoBD-konform führen.

Wie viel kostet ein Kassensystem pro Monat?

Die Bandbreite reicht von 0 Euro Grundgebühr mit Transaktionsgebühr bei SumUp bis zu 89 bis 249 Euro pro Monat bei Lightspeed laut eigener Preisseite. DISH POS kostet 69 Euro pro Monat zuzüglich rund 1.684 Euro Einrichtung.

Welches ist das beste Kassensystem für Gastronomie?

Es gibt kein pauschal bestes System, nur das passende für Ihren Betriebstyp. Ein Imbiss mit wenig Kartenumsatz fährt oft mit SumUp günstiger, ein Restaurant mit mehreren Standorten braucht eher die Filialsteuerung von Lightspeed oder Vectron.

Ist eine offene Ladenkasse 2026 noch erlaubt?

Ja, eine offene Ladenkasse mit täglichem Kassenbuch ist weiterhin zulässig. Sobald der Betrieb aber ein elektronisches Kassensystem einsetzt, greifen TSE-Pflicht, Belegausgabepflicht und GoBD-konforme Kassenführung automatisch.

Mit Wirtano

Wir planen und richten es für Sie ein.

Erstgespräch anfragen

Passend vermittelt

Wir finden das passende Werkzeug, Sie setzen es selbst um. Bei Partnern erhalten wir eine Provision.

Digital-Check starten

Selbst machen

Anleitungen, Checklisten und Vergleiche – kostenlos.

Zu den Anleitungen