Auf einen Blick · Urteil mit Vorbehalt
Lightspeed lohnt sich erst ab mehreren Standorten oder umfangreichem Integrationsbedarf, darunter zahlen Sie für Funktionen, die im Alltag brachliegen.
- Preis
- ab 89 €/Monat zzgl. MwSt.
- Vertragslaufzeit
- keine Angabe
- Compliance
- TSE: JaGOBD: JaDSGVO: Ja
Passt für
- Restaurants, Systemgastronomie und Franchise-Betriebe mit mehreren Standorten
- Betriebe, die umfangreiche Integrationen brauchen und ein Monats- oder Jahresabo akzeptieren
Passt nicht für
- Einzelbetriebe mit knappem Budget
- Betriebe ohne Bedarf an Mehrstandort-Verwaltung
Passt Lightspeed zu meinem Betrieb? Erstgespräch Alle Kassensystem im Vergleich
Kurz gesagt
Lightspeed-Erfahrungen und Gastrofix-Erfahrungen führen zum selben Anbieter: Lightspeed heißt seit der Übernahme von Gastrofix so und kostet laut eigener Preisseite 89 bis 249 € im Monat je nach Paket, als Monats- oder Jahresabo. Dafür bietet die Cloud-Kasse TSE-Konformität und umfangreiche Integrationen für Restaurants mit mehreren Standorten.
Was ist Lightspeed?
Lightspeed ist eine Kassenlösung für die Gastronomie, die aus der Übernahme des Anbieters Gastrofix hervorgegangen ist und sich an Restaurants, Systemgastronomie und Franchise-Betriebe mit mehreren Standorten richtet. Das Suchkorpus für den deutschen Markt führt den Cluster noch unter dem Altnamen Gastrofix, das Produkt selbst heißt inzwischen durchgängig Lightspeed.
Der Markenübergang betrifft ausschließlich den Namen, nicht die zugrunde liegende Software: Bestehende Gastrofix-Kunden nutzen nach der Übernahme dieselbe Kasse weiter, Updates und neue Funktionen laufen seither unter der Marke Lightspeed. Für die Suche nach Erfahrungsberichten bedeutet das, dass ältere Bewertungen unter dem Namen Gastrofix inhaltlich weiterhin zum heutigen Lightspeed-Produkt gehören, auch wenn ein Vergleich sie unter dem neuen Namen führt.
Funktionen von Lightspeed
Die Mehrstandort-Verwaltung zentralisiert Speisekarten, Preise und Auswertungen über mehrere Filialen hinweg, ein Vorteil, der sich erst ab einer bestimmten Betriebsgröße auszahlt. Ein Offline-Modus hält die Kasse auch bei Internetausfall funktionsfähig, die Bestandsverwaltung verknüpft Wareneinsatz mit Rezepturen. Lightspeed Payments bindet die Kartenzahlung direkt in die Kasse ein, ohne separates Terminal-System eines Drittanbieters.
Für eine Franchise-Kette bedeutet die zentrale Speisekarten-Pflege, dass eine Preisänderung oder ein neues Gericht einmalig eingepflegt und automatisch an alle angeschlossenen Standorte ausgespielt wird, statt jede Filiale einzeln zu aktualisieren. Die digitale Bestell- und Tischverwaltung deckt Bonierung am Tisch ebenso ab wie die Weiterleitung an die Küche, die Umsatzanalysen fassen Kennzahlen pro Standort und über alle Standorte hinweg zusammen, sodass ein Betreiber mehrerer Filialen einzelne Standorte direkt miteinander vergleichen kann, ohne Zahlen manuell zusammenzuführen.
Preise von Lightspeed
Ein unabhängiger Test bewertete Lightspeed mit der Note 1,8 als teuerstes Kassensystem im Vergleich, damals mit einer Spanne von 119 bis 349 € im Monat. Lightspeeds eigene Preisseite nennt inzwischen 89 €/Monat für Basic, 159 €/Monat für Core und 249 €/Monat für Pro, mit zwei bis vier Wochen Onboarding laut demselben Test und Monats- oder Jahresabo laut Lightspeed-FAQ statt der zuvor angenommenen ausschließlichen Jahresbindung. Hardware-Preise nennt Lightspeed auf der deutschen Seite weiterhin nicht öffentlich, hier gilt ein individuelles Angebot. Die zusätzliche Transaktionsgebühr für Lightspeed Payments ist im Abo-Preis nicht enthalten, Gebühr nicht öffentlich genannt.
Die drei Pakete Basic, Core und Pro unterscheiden sich im Funktionsumfang, etwa bei Mehrstandort-Verwaltung und Warenwirtschaft, Lightspeeds eigene Preisseite benennt die Unterschiede zwischen den Paketen aber nicht bis ins letzte Detail. Ein Betrieb sollte deshalb vor Vertragsabschluss klären, welche der in diesem Profil genannten Funktionen im jeweils gewählten Paket tatsächlich enthalten sind, statt vom niedrigsten genannten Preis auf den vollen Funktionsumfang zu schließen.
Der Preisunterschied zu einem transaktionsbasierten Anbieter wie SumUp fällt besonders bei kleinem Kartenumsatz ins Gewicht: Während SumUp im Standard-Tarif ohne Grundgebühr auskommt, zahlt ein Lightspeed-Betrieb mindestens 89 € im Monat unabhängig vom tatsächlichen Umsatz, das lohnt sich erst, wenn die Mehrstandort-Funktionen und die Warenwirtschaft den Aufpreis im Alltag tatsächlich ausgleichen. Für einen Einzelbetrieb ohne Filialstruktur zahlt sich dieser Aufpreis in der Regel nicht aus, weil die Kernfunktionen, die den Preisunterschied rechtfertigen, dort ungenutzt bleiben.
Einrichtung und Integrationen
Lightspeed bindet laut Produktseite Hotel-PMS-Systeme, Personalplanung, externe Treueprogramme, Buchhaltungssoftware, Rezeptverwaltung und Lieferdienste an, ein deutlich breiteres Integrationsportfolio als bei kleineren Kassensystemen im Vergleich. Das Onboarding dauert laut unabhängigem Test zwei bis vier Wochen, spürbar länger als bei einer reinen Zahlungslösung.
Die Anbindung an Hotel-PMS-Systeme richtet sich vor allem an Betriebe mit angeschlossener Übernachtung, etwa ein Hotelrestaurant, das Zimmerrechnung und Restaurantrechnung zusammenführen will. Die Personalplanung deckt Dienstpläne direkt im selben System ab, ohne separate Software für die Schichtplanung. Für einen Betrieb mit mehreren Standorten sind vor allem die Rezeptverwaltung und die Anbindung an Lieferdienste relevant, weil beide Funktionen eine einheitliche Rezeptur beziehungsweise ein zentral gepflegtes Liefermenü über alle Filialen hinweg sicherstellen.
Compliance: TSE und GoBD
Lightspeed bewirbt eine zertifizierte Cloud-TSE nach KassenSichV und damit vollständige Finanzamtkonformität für die Kasse. Die TSE signiert jeden Kassiervorgang manipulationssicher und ist seit 2020 für jedes elektronische Kassensystem in Deutschland Pflicht. GoBD-konforme Archivierung der Kassendaten und DSGVO-konforme Verarbeitung von Gästedaten bestätigt der Anbieter ebenfalls auf der eigenen Produktseite, damit deckt Lightspeed alle drei zentralen Compliance-Anforderungen für Gastronomie-Kassensysteme öffentlich dokumentiert ab, ein Unterschied zu mehreren Anbietern im Vergleich, die zu GoBD oder DSGVO keine eigene Angabe machen.
Für welchen Betriebstyp Lightspeed passt
Eine Franchise-Kette oder Systemgastronomie mit mehreren identisch aufgebauten Filialen profitiert am stärksten von der zentralen Speisekarten-Pflege und den standortübergreifenden Auswertungen, weil sich der Aufwand für die Einrichtung auf alle Filialen verteilt. Ein einzelnes Restaurant mit gehobenem Anspruch, das auf Warenwirtschaft und Rezeptverwaltung Wert legt, kann die höheren Kosten über eine bessere Kostenkontrolle im Wareneinsatz teilweise ausgleichen. Ein kleiner Imbiss oder ein Café mit einem einzigen Kassenplatz zahlt bei Lightspeed dagegen für Mehrstandort-Funktionen mit, die im Alltag ungenutzt bleiben, hier lohnt sich der Blick auf einen transaktionsbasierten Anbieter ohne Grundgebühr.
Alternativen zu Lightspeed
Innerhalb des Wirtano-Vergleichs der neun Kassensysteme markiert Lightspeed mit 89 bis 249 € im Monat weiterhin das obere Ende der reinen Software-Preisspanne, während SumUp am unteren Ende ohne Grundgebühr auskommt und nur Tillhub unter den verbliebenen Anbietern seine Preise gar nicht öffentlich nennt. Diese Positionierung passt zur Zielgruppe: Lightspeed adressiert bewusst größere, mehrstandortfähige Betriebe, nicht den preissensiblen Einzelbetrieb, der bei den transaktionsbasierten Anbietern im Vergleich oft günstiger fährt.
Lightspeed unterscheidet sich von Vectron vor allem durch das Preismodell: Lightspeed berechnet ein reines Software-Abonnement ab 89 €/Monat, Vectron bündelt Hardware-Miete und Zahlungsabwicklung zu einer Grundgebühr ab 34,90 €/Monat plus separater Gerätemiete. Gegenüber transaktionsbasierten Anbietern wie SumUp oder Flatpay liegt der Unterschied im Zuschnitt: Beide richten sich an kleinere Einzelbetriebe ohne Mehrstandort-Bedarf, Lightspeed dagegen gezielt an Betriebe mit mehreren Standorten oder Franchise-Struktur.
Für einen Betrieb, der zwischen Lightspeed und Vectron entscheiden muss, ist die zentrale Frage, ob ein festes Software-Abo wichtiger ist als ein modulares Bundle aus Kasse und Hardware-Miete: Vectron bündelt beides zu einer Grundgebühr plus Gerätemiete, Lightspeed trennt Software-Abo und Hardware und bietet dafür laut eigener FAQ auch eine monatlich kündbare Option.
Lightspeed oder Vectron im direkten Vergleich stellt beide Systeme für größere Betriebe im Detail gegenüber. Zurück zur Kassensysteme-Übersicht vergleicht alle neun Anbieter.
Häufige Fragen
Was kostet Lightspeed (Gastrofix) für die Gastronomie?
Lightspeeds eigene Preisseite nennt Basic ab 89 €/Monat, Core für 159 €/Monat und Pro für 249 €/Monat, als Monats- oder Jahresabo. Hardware-Preise nennt Lightspeed weiterhin nicht öffentlich, hier gilt ein individuelles Angebot nach Rücksprache mit dem Vertrieb.
Ist Lightspeed TSE-konform?
Ja, Lightspeed bewirbt eine zertifizierte Cloud-TSE nach KassenSichV und damit vollständige Finanzamtkonformität. Der Anbieter bestätigt zusätzlich GoBD- und DSGVO-Konformität auf der eigenen Produktseite.
Was ist der Unterschied zwischen Gastrofix und Lightspeed?
Gastrofix und Lightspeed sind dasselbe Produkt: Nach der Übernahme durch Lightspeed wurde die Marke Gastrofix durch Lightspeed ersetzt, bestehende Kunden nutzen weiterhin dieselbe Kassenlösung unter neuem Namen. Ältere Suchanfragen und Vergleichsseiten führen den Anbieter deshalb teils noch unter dem Namen Gastrofix.