Anbieter · gelistet in: Kassensystem, Zahlung

Flatpay

Zuletzt aktualisiert am 02.09.2026 · Preise geprüft am 02.09.2026

Auf einen Blick · Urteil mit Vorbehalt

Flatpay lohnt sich für Betriebe mit stabil hohem Kartenumsatz, die die 36-monatige Mindestlaufzeit und die Strafgebühr unter 2.000 € Kartenumsatz bewusst akzeptieren.

Preis
0 €/Monat + 1,79 % je Zahlung zzgl. MwSt.
Vertragslaufzeit
36 Monate
Compliance
TSE: JaGOBD: keine AngabeDSGVO: keine Angabe

Passt für

  • Restaurants, Cafés und Bars mit stabil hohem Kartenumsatz
  • Betriebe, die Kassensystem und Kartenzahlung aus einer Hand ohne Grundgebühr wollen

Passt nicht für

  • Betriebe mit stark schwankendem oder niedrigem Kartenumsatz unter 2.000 € im Monat
  • Betriebe, die keine 36-monatige Mindestlaufzeit eingehen wollen

Passt Flatpay zu meinem Betrieb? Erstgespräch Alle Kassensystem im Vergleich

Website von Flatpay
Screenshot: Wirtano · Quelle: flatpay.com · Stand 01.09.2026

Kurz gesagt

Flatpay-Erfahrungen und ein unabhängiger Test zeigen: Das Kassensystem kombiniert Kartenterminal und Kasse in einem Gerät, ohne Anschaffungskosten und ohne laufende Grundgebühr für das Terminal. Dafür berechnet Flatpay 1,39 % Transaktionsgebühr am Terminal und 1,79 % am Kassensystem, bindet Betriebe aber laut Test an eine Mindestlaufzeit von 36 Monaten mit einer Strafgebühr bei niedrigem Kartenumsatz.

Was ist Flatpay?

Flatpay ist ein Anbieter, der Kassensystem und Kartenterminal in einem einzigen Gerät kombiniert und sich an Restaurants, Cafés und Bars richtet, die beide Funktionen aus einer Hand beziehen wollen. Anders als bei einer separaten Zahlungslösung läuft die Kartenzahlung direkt über dieselbe Oberfläche wie die Bonierung, ein zusätzliches Terminal oder eine separate Kassenanbindung entfällt. Das Gerät deckt die Kernabläufe eines Gastronomiebetriebs ab: Tischverwaltung, Bonierung, Kartenzahlung und Belegausgabe laufen über dieselbe Hardware.

Im Vergleich zu Anbietern, die Kassensystem und Zahlungsabwicklung als zwei getrennte Verträge mit zwei getrennten Rechnungen führen, reduziert das All-in-One-Prinzip von Flatpay die Zahl der Ansprechpartner bei einer Störung auf einen einzigen Anbieter. Das erleichtert die Fehlersuche im Alltag, etwa wenn ein Kartenterminal nicht reagiert: Es gibt keine Rückfrage, ob das Problem an der Kasse oder am separaten Zahlungsdienstleister liegt, weil beide Funktionen von derselben Hardware und Software abgedeckt werden.

Funktionen von Flatpay

Neben der reinen Kassen- und Zahlungsfunktion bündelt Flatpay eine Trinkgeld-Funktion direkt an der Kasse, mit der Gäste den Betrag ohne Umweg über Bargeld hinterlegen können, und eine Splitzahlungs-Funktion, die eine Rechnung auf mehrere Karten aufteilt, ohne dass das Personal den Betrag manuell nachrechnen muss. Eine Anbindung an Küchendrucker leitet Bestellungen direkt in die Küche weiter, Umsatzanalysen fassen Tagesumsätze und Zahlungsarten in einer Übersicht zusammen. Für einen Betrieb mit Trinkgeld-Kultur oder häufig geteilten Rechnungen, etwa in einer belebten Bar, wiegen diese beiden Funktionen im Alltag stärker als bei einem Betrieb mit wenigen, klar getrennten Tischen.

Die Umsatzanalysen zeigen laufende Kartenumsätze in Echtzeit an, ein Betrieb kann damit ohne separates Auswertungstool erkennen, an welchen Wochentagen oder zu welchen Uhrzeiten der Kartenumsatz am höchsten ausfällt. Das ist besonders relevant für die Mindestlaufzeit-Klausel: Wer die eigene Umsatzkurve über das Jahr kennt, kann vor Vertragsabschluss abschätzen, ob die Strafgebühr unter 2.000 € Kartenumsatz in schwächeren Monaten überhaupt zum Tragen kommt.

Preise und Vertragsbindung

Flatpay berechnet keine Anschaffungskosten für das Zahlungsterminal und keine laufende Grundgebühr, stattdessen fällt ausschließlich eine Transaktionsgebühr an: 1,39 % am separaten Kartenterminal und 1,79 % am Kassensystem. Flatpays eigene Preisseite nennt dazu ein Detail, das in der reinen Prozentangabe nicht sichtbar wird: Flatpay verlangt eine Mindestlaufzeit von 36 Monaten und berechnet eine Strafgebühr von 50 € pro Monat, sobald der Kartenumsatz unter 2.000 € bleibt.

Für einen Betrieb mit einem monatlichen Kartenumsatz von 1.500 € bedeutet das konkret: Die Transaktionsgebühr allein läge bei rund 27 € (1,79 %), zusätzlich griffe aber die Strafgebühr von 50 €, weil der Umsatz unter der 2.000-Euro-Schwelle liegt, macht insgesamt rund 77 € im Monat. Für einen Betrieb mit stabil über 2.000 € Kartenumsatz bleibt es dagegen bei der reinen Transaktionsgebühr ohne Zusatzkosten. Diese Rechnung lohnt sich besonders für saisonale Betriebe, deren Kartenumsatz in schwachen Monaten unter die Schwelle fallen kann, vor der Vertragsunterschrift zu prüfen.

Im Vergleich der neun Kassensysteme im Wirtano-Vergleich liegt Flatpay preislich zwischen den beiden Extremen: SumUp verlangt im Standard-Tarif keine Grundgebühr und dafür eine feste Transaktionsgebühr ohne Mindestlaufzeit, Lightspeed berechnet 119 bis 349 € im Monat als Abonnement mit Jahresvertrag. Flatpay liegt mit seiner reinen Transaktionsgebühr näher am SumUp-Modell, unterscheidet sich aber durch die 36-monatige Bindung, die bei keinem der beiden Vergleichsanbieter in dieser Form vorkommt. Diese Bindung ist der entscheidende Unterschied, den ein Betrieb vor der Wahl zwischen den drei Anbietern gegen den eigenen Bedarf an Planungssicherheit abwägen sollte.

Einrichtung und Integrationen

Die TSE-Konformität läuft bei Flatpay über eine Integration mit dem Cloud-Anbieter Fiskaly, der die gesetzlich vorgeschriebene technische Sicherheitseinrichtung nach KassenSichV bereitstellt, ohne dass der Betrieb eine eigene TSE-Hardware anschaffen muss. Weitere öffentlich dokumentierte Drittanbieter-Integrationen, etwa an Buchhaltungssoftware oder Lieferdienste, nennt Flatpay auf der deutschen Gastronomie-Seite nicht, hier lohnt sich eine gezielte Nachfrage vor Vertragsabschluss, falls eine bestehende Buchhaltungsanbindung vorausgesetzt wird.

Weil Kassensystem und Zahlungsterminal aus einer Hand kommen, entfällt bei der Einrichtung ein Schritt, der bei getrennten Anbietern häufig zu Verzögerungen führt: die Konfiguration einer Schnittstelle zwischen fremder Kasse und fremdem Terminal. Ein Betrieb, der von einer offenen Ladenkasse oder einem älteren, nicht TSE-konformen System umsteigt, richtet mit Flatpay Kassenfunktion und Kartenzahlung in einem einzigen Einrichtungsschritt ein, statt zwei separate Onboarding-Prozesse zu koordinieren.

Compliance: TSE und GoBD

Flatpay erfüllt die TSE-Pflicht über die Fiskaly-Integration und signiert damit jeden Kassiervorgang manipulationssicher, wie es die Kassensicherungsverordnung seit 2020 vorschreibt. Die TSE verhindert, dass Kassendaten nachträglich unbemerkt verändert werden, und ist seit 2020 für jedes elektronische Kassensystem in Deutschland Pflicht, unabhängig vom gewählten Anbieter. Zur GoBD-konformen Archivierung der Kassendaten und zur DSGVO-konformen Verarbeitung von Gästedaten macht Flatpay auf der deutschen Website keine öffentliche Angabe, beide Punkte lassen sich vor Vertragsabschluss direkt beim Vertrieb klären. Ein Betrieb, der eine revisionssichere Kassenführung für die Betriebsprüfung braucht, sollte die GoBD-Umsetzung deshalb aktiv nachfragen, statt sie aus der reinen TSE-Konformität abzuleiten, denn beide Anforderungen sind rechtlich getrennt zu betrachten.

Alternativen zu Flatpay

Flatpay unterscheidet sich von SumUp vor allem durch die Mindestlaufzeit: Während Flatpay 36 Monate bindet und eine Strafgebühr unter 2.000 € Kartenumsatz berechnet, bindet SumUp im Standard-Tarif an keinen festen Vertragszeitraum, dafür ohne die Trinkgeld- und Splitzahlungs-Funktionen von Flatpay. Gegenüber Zettle liegt der Unterschied im Preismodell: Zettle verkauft ein Kartenlesegerät zum Einmalpreis ohne öffentlich genannte Transaktionsgebühr, Flatpay bündelt Terminal und Kassensystem in eine Transaktionsgebühr ohne Gerätekauf. Gegenüber Vectron liegt der Unterschied in der Preistransparenz: Flatpay nennt seine Transaktionsgebühr öffentlich, Vectron verweist stattdessen auf ein individuelles Angebot ohne Preisliste auf der Startseite.

Für einen Betrieb, der die Trinkgeld- und Splitzahlungs-Funktionen von Flatpay nicht braucht, dafür aber Wert auf eine kurze Vertragsbindung legt, lohnt sich der direkte Vergleich mit SumUp besonders. Für einen Betrieb mit stabil hohem, planbarem Kartenumsatz über 2.000 € im Monat relativiert sich die Mindestlaufzeit dagegen, weil die Strafgebühr in diesem Fall ohnehin nie greift.

Zurück zur Kassensysteme-Übersicht vergleicht alle neun Anbieter im Detail. Flatpay oder SumUp im direkten Vergleich stellt beide Gebührenmodelle direkt gegenüber.

Häufige Fragen

Was kostet Flatpay für die Gastronomie?

Flatpay berechnet keine Anschaffungskosten und keine laufende Grundgebühr für das Terminal, stattdessen 1,39 % Transaktionsgebühr am Terminal und 1,79 % am Kassensystem. Ein unabhängiger Test warnt zusätzlich vor 36 Monaten Mindestlaufzeit und einer Strafgebühr von 50 € pro Monat unter 2.000 € Kartenumsatz.

Ist Flatpay TSE-konform?

Ja, Flatpay erfüllt die TSE-Pflicht über eine Integration mit dem Cloud-Anbieter Fiskaly. Zur GoBD- und DSGVO-Konformität liegen keine öffentlichen Angaben vor.

Wie lange ist die Mindestlaufzeit bei Flatpay?

Ein unabhängiger Test beziffert die Mindestlaufzeit bei Flatpay mit 36 Monaten. Fällt der Kartenumsatz in dieser Zeit unter 2.000 € im Monat, berechnet Flatpay zusätzlich eine Strafgebühr von 50 € pro Monat.

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