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Flatpay oder SumUp: Kassensystem im direkten Vergleich

Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026

Flatpay bindet laut Test 36 Monate, SumUp bindet im Standard-Tarif nicht langfristig. Preise, Funktionen und Vertragsbindung im direkten Vergleich.

Flatpay und SumUp im Vergleich

Kriterium Flatpay SumUp
Preis ab0 €/Monat + 1,79 % je Zahlung0 €/Monat + 1,39 % je Zahlung
Transaktionsgebühr1,79 %1,39 %
Hardware ab1.999 €POS Basic 1.999 €; Premium 2.999 €; Terminal allein 0 €34 €Solo Lite, günstigstes Gerät
TSE-KostenenthaltenFiskaly-Cloud-TSE immer im POS-Preis enthaltenenthaltenTSE-Konformität ohne Zusatzkosten
Vertragslaufzeit36 Monategilt laut AGB pro Terminal/Zahlungslösungmonatlich kündbar
Für wenRestaurants, Cafés und Bars mit stabil hohem KartenumsatzCafés, Imbisse und Food-Trucks mit kleinem bis mittlerem Kartenumsatz
Integriertes PaymentJaintegriertes Kartenterminal direkt im KassensystemJaKartenterminal und Kassensoftware in einem Gerät
DATEV/Buchhaltungkeine Angabekeine Angabe
TischplanJaTischansicht Teil der Standard-Kassensoftwareoptionalnur im Zusatzmodul Kassensystem Plus, 49 €/Monat
FunkbonierungoptionalFlatpay mPOS ist separates mobiles ZusatzgerätoptionalBestellgeräte am Tisch nur mit Kassensystem Plus
Telefon-SupportJa24/7 telefonisch erreichbarkeine Angabe

Stand: 28.08.2026, Preise zzgl. MwSt. „keine Angabe“ heißt: vom Anbieter nicht öffentlich genannt.

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Kurz gesagt

Flatpay und SumUp berechnen beide eine Transaktionsgebühr statt einer festen Grundgebühr im Einstiegstarif. Der Hauptunterschied liegt in der Vertragsbindung: Flatpay verlangt 36 Monate Mindestlaufzeit, SumUp bindet im Standard-Tarif nicht langfristig.

Was Flatpay und SumUp unterscheidet

Flatpay und SumUp wirken auf den ersten Blick ähnlich, weil beide auf eine reine Transaktionsgebühr statt einer festen Grundgebühr im Einstiegstarif setzen. Der entscheidende Unterschied liegt aber nicht im Prozentsatz, sondern in der Vertragsbindung: Ein unabhängiger Test beziffert die Mindestlaufzeit bei Flatpay mit 36 Monaten und nennt zusätzlich eine Strafgebühr von 50 € im Monat, sobald der Kartenumsatz unter 2.000 € fällt. SumUp nennt auf der eigenen Preisseite keine feste Mindestlaufzeit für den Standard-Tarif, ein Betrieb bindet sich hier nicht langfristig an einen Vertragszeitraum.

Preise im Vergleich

Die Tabelle am Seitenanfang stellt Flatpay und SumUp Kriterium für Kriterium gegenüber, von der Transaktionsgebühr bis zur Mindestlaufzeit. Wo ein Anbieter eine Zahl nicht öffentlich nennt, steht dort „keine Angabe“ statt einer Schätzung.

Flatpay berechnet 1,29 % am Kartenterminal und 1,69 % am Kassensystem, ohne Anschaffungskosten und ohne laufende Grundgebühr fürs Terminal. SumUp berechnet im Standard-Tarif 0 € Grundgebühr plus 1,39 % je Transaktion, im Tarif Zahlungen Plus 19 € Grundgebühr bei 0,79 % für inländische EC- und Kreditkarten. Bei niedrigem bis mittlerem Kartenumsatz liegen beide Anbieter preislich nah beieinander, der Unterschied zeigt sich erst über die Vertragslaufzeit: Wer sich bei Flatpay unter 2.000 € Kartenumsatz bewegt, zahlt zusätzlich die Strafgebühr von 50 € im Monat, ein Risiko, das bei SumUp in dieser Form nicht dokumentiert ist.

Funktionen im Vergleich

Flatpay bietet Tischverwaltung, Splitzahlungen und eine Küchendrucker-Anbindung direkt am kombinierten Kassensystem-Terminal, dazu eine Trinkgeld-Funktion und Umsatzanalysen. SumUp bietet stattdessen Rechnungen, Gutscheine und ein Treueprogramm direkt in der Kassen-App, ohne dass ein Betrieb ein separates Kundenbindungs-Tool anschaffen muss. Für einen Betrieb mit vielen geteilten Rechnungen, etwa in einer belebten Bar, wiegt die Splitzahlungs-Funktion von Flatpay stärker, für einen Betrieb, der vor allem Stammgäste über Gutscheine und ein Treueprogramm binden will, liegt der Vorteil bei SumUp.

Beide Anbieter erfüllen die TSE-Pflicht: Flatpay über eine Integration mit dem Cloud-Anbieter Fiskaly, SumUp mit einer direkt in die Kasse integrierten TSE ohne separate Zusatzkosten. Zur GoBD- und DSGVO-Konformität machen weder Flatpay noch SumUp auf der jeweiligen deutschen Seite eine öffentliche Angabe, dieser Punkt bleibt bei beiden Anbietern eine offene Rückfrage vor Vertragsabschluss.

Preisbeispiel: Ab welchem Umsatz sich welcher Anbieter lohnt

Bei einem monatlichen Kartenumsatz von 3.000 € kostet SumUp im Standard-Tarif rund 41,70 € an Transaktionsgebühren, Flatpay am Kassensystem rund 50,70 €. Bei diesem Umsatz liegt SumUp damit günstiger, solange keine Grundgebühr hinzukommt. Fällt der Kartenumsatz jedoch unter 2.000 € im Monat, etwa in einem umsatzschwachen Wintermonat, berechnet Flatpay laut unabhängigem Test zusätzlich eine Strafgebühr von 50 € im Monat, der Gesamtbetrag steigt dann auf rund 75 € bei 1.500 € Kartenumsatz. SumUp kennt eine solche Strafgebühr im Standard-Tarif nicht, die Kosten bleiben proportional zum tatsächlichen Umsatz, auch in schwachen Monaten.

Für einen Betrieb mit saisonal schwankendem Kartenumsatz, etwa mit starker Sommersaison und ruhigerem Winter, ist diese Asymmetrie der entscheidende Faktor: Die 36-monatige Mindestlaufzeit bei Flatpay bedeutet, dass die Strafgebühr über mehrere schwache Monate hinweg wiederholt anfallen kann, ohne dass der Betrieb vorzeitig zu einem anderen Anbieter wechseln kann. Bei SumUp entfällt dieses Risiko, weil der Standard-Tarif an keinen festen Vertragszeitraum bindet.

Wie beide Anbieter im Alltag eingesetzt werden

Flatpay kombiniert Kassensystem und Kartenterminal in einem einzigen Gerät, ein Betrieb betreibt Bonierung und Kartenzahlung damit über dieselbe Hardware und denselben Anbieter, ohne eine Schnittstelle zwischen zwei getrennten Systemen konfigurieren zu müssen. SumUp trennt diese beiden Funktionen weniger stark, die Kassen-App läuft auf einem Tablet mit angeschlossenem Kartenterminal, deckt aber ebenfalls Bonierung, Kartenzahlung und Belegausgabe in einer Oberfläche ab. Für die Einrichtung bedeutet das bei beiden Anbietern einen ähnlich schlanken Ablauf: Hardware verbinden, Menü oder Artikel anlegen, Kartenzahlung aktivieren, ein mehrwöchiges Onboarding wie bei größeren Suiten ist bei keinem der beiden Anbieter dokumentiert.

Ein Unterschied im Alltag zeigt sich bei Rechnungen mit mehreren Zahlenden: Flatpay bietet eine dokumentierte Splitzahlungs-Funktion, mit der eine Rechnung direkt an der Kasse auf mehrere Karten aufgeteilt wird. SumUp dokumentiert eine vergleichbare Funktion nicht in gleicher Form, deckt dafür mit Gutscheinen und einem Treueprogramm einen anderen Teil der Kundenbindung ab, den Flatpay nicht als Kernfunktion führt.

Für wen welcher Anbieter passt

Flatpay passt zu Betrieben mit stabilem Kartenumsatz über 2.000 € im Monat, die Tischverwaltung, Splitzahlungen und Küchendrucker-Anbindung direkt am Terminal wollen und die 36-monatige Bindung bewusst akzeptieren. SumUp passt zu Betrieben ohne langfristige Vertragsbindung, etwa mit schwankendem Kartenumsatz über das Jahr, für die eine feste Mindestlaufzeit ein zu hohes Risiko wäre.

Für wen: Gastronomen, die zwischen genau diesen zwei Anbietern entscheiden und die Vertragsbindung als Kriterium einbeziehen wollen. Nicht für wen: Leser, die den vollständigen Vergleich aller neun Kassensysteme suchen, dafür liefert die Kassensysteme-Übersicht die Gegenüberstellung aller Anbieter.

Vor der Entscheidung lohnt sich außerdem ein Blick auf die Compliance-Seite beider Anbieter: Flatpay erfüllt die TSE-Pflicht über eine Integration mit dem Cloud-Anbieter Fiskaly, SumUp bewirbt die TSE-Konformität als fest in die Kassen-App integriertes Feature ohne separate Zusatzkosten. Beide Wege erfüllen die seit 2020 geltende gesetzliche Pflicht zur technischen Sicherheitseinrichtung, unterscheiden sich aber im technischen Ansatz: Fiskaly ist eine externe Cloud-Anbindung, die SumUp-TSE läuft direkt in der Kassensoftware selbst. Für die tägliche Praxis macht das keinen Unterschied, für einen Betrieb mit Interesse an der technischen Umsetzung ist es dennoch ein relevanter Punkt.

Ein Betrieb, der zwischen Flatpay und SumUp schwankt, sollte zusätzlich zur reinen Gebühr und Mindestlaufzeit den tatsächlichen Funktionsbedarf gegenrechnen: Wer regelmäßig Rechnungen auf mehrere Karten aufteilt oder eine feste Trinkgeld-Funktion direkt an der Kasse braucht, findet das bei Flatpay als dokumentierte Funktion, bei SumUp dagegen nicht in gleicher Form. Wer stattdessen ein Treueprogramm oder Gutscheine direkt in der Kassen-App führen will, deckt SumUp diesen Bedarf ab, ohne dass ein separates Kundenbindungs-Tool angeschafft werden muss. Diese Funktionsfrage sollte am Ende genauso in die Entscheidung einfließen wie die reine Prozentgebühr und die Vertragsbindung.

Zur vollständigen Flatpay-Bewertung liefert die vollständige Bewertung inklusive Mindestlaufzeit-Warnung. Zur vollständigen SumUp-Bewertung liefert die vollständige Tarifübersicht.

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