Anbieter · gelistet in: Kassensystem, Zahlung

Zettle

Zuletzt aktualisiert am 02.09.2026 · Preise geprüft am 02.09.2026

Auf einen Blick · Urteil mit Vorbehalt

Zettle passt für Betriebe, die ein günstiges Einstiegsgerät für Kartenzahlung mit einheitlich 1,39 % Transaktionsgebühr suchen, aber kein volles Kassensystem mit Tischverwaltung brauchen.

Preis
ab 29 € einmalig zzgl. MwSt.
Vertragslaufzeit
monatlich kündbar
Compliance
TSE: JaGOBD: JaDSGVO: keine Angabe

Passt für

  • Cafés, Imbisse und Einzelhandel, die ein günstiges Einstiegsgerät für Kartenzahlung suchen
  • Betriebe ohne Bedarf an monatlicher Grundgebühr

Passt nicht für

  • Betriebe, die ein volles Kassensystem mit Tischverwaltung statt eines reinen Kartenlesegeräts brauchen

Passt Zettle zu meinem Betrieb? Erstgespräch Alle Kassensystem im Vergleich

Website von Zettle
Screenshot: Wirtano · Quelle: zettle.com · Stand 01.09.2026

Kurz gesagt

Zettle-Erfahrungen zeigen einen Kartenzahlungsanbieter unter dem PayPal-Dach mit einem Kartenlesegerät ab 29 € für berechtigte Neukunden, weitere Geräte kosten regulär 79 € zzgl. USt. Die Transaktionsgebühr beträgt laut Zettle 1,39 % für alle Kartenarten, eine monatliche Grundgebühr fällt nicht an.

Was ist Zettle?

Zettle gehört zu PayPal und bietet Kartenzahlung über ein eigenes Lesegerät für Einzelhandel, Cafés und Imbisse, ohne dass ein separates Kassensystem eines anderen Anbieters vorausgesetzt wird. Anders als bei gestaffelten Tarifmodellen mit Grundgebühr-Option kauft ein Betrieb bei Zettle das Lesegerät einmalig, statt es zu mieten.

Die Zugehörigkeit zu PayPal bedeutet, dass Auszahlungen und Kontoführung über die bestehende PayPal-Infrastruktur laufen, ein Betrieb mit vorhandenem PayPal-Geschäftskonto kann Zettle deshalb ohne separate Kontoeröffnung bei einem neuen Zahlungsdienstleister einrichten. Für einen Betrieb ohne PayPal-Konto ist die Einrichtung eines solchen Kontos die Voraussetzung für die Nutzung von Zettle.

Funktionen von Zettle

Tap to Pay ermöglicht kontaktloses Bezahlen direkt am Lesegerät, die zugehörige Kassen-App deckt einfache Bonierung ab. Mit der Business Debit Mastercard kann ein Betrieb direkt auf eingegangene Kartenumsätze zugreifen, ohne auf die reguläre Auszahlung zu warten, ein Vorteil für Betriebe mit knapper Liquidität zwischen Wareneinkauf und Zahlungseingang.

Für einen kleinen Imbiss oder einen Marktstand mit wechselndem Standort deckt die Kombination aus Lesegerät und Kassen-App die Grundfunktionen ab, ohne dass eine feste Kassenhardware installiert werden muss: Das Lesegerät verbindet sich über eine Smartphone- oder Tablet-App, die als mobile Kasse fungiert. Größere Kassenfunktionen wie Tischverwaltung oder eine Anbindung an Küchendrucker gehören nicht zum dokumentierten Funktionsumfang, hier bleibt Zettle auf die Kartenzahlung und einfache Bonierung fokussiert.

Preise des Zettle-Kartenlesegeräts

Das Kartenlesegerät kostet ab 29 € für berechtigte Neukunden, reguläre weitere Geräte kosten 79 € zzgl. USt. Ein Mietmodell für das Lesegerät ist auf der Startseite nicht erkennbar, der Kauf ist damit die einzige dokumentierte Option. Die Transaktionsgebühr beträgt laut Zettle-Kostenseite einheitlich 1,39 % für alle Kartenarten, eine monatliche Grundgebühr fällt nicht an.

Der Neukundenpreis von 29 € gilt laut Startseite nur für berechtigte Neukunden, die genaue Bedingung, wer als berechtigt zählt, nennt Zettle dort nicht im Detail. Ein Betrieb, der ein zweites oder drittes Lesegerät für einen weiteren Kassenplatz braucht, zahlt den regulären Preis von 79 € zzgl. USt., der Neukundenrabatt gilt also faktisch nur für das erste Gerät. Mit der öffentlich genannten Transaktionsgebühr von 1,39 % lässt sich der Gesamtpreis über die Laufzeit direkt aus Kartenumsatz und Gerätepreis berechnen, ohne vorab beim Anbieter nachfragen zu müssen.

Wie Zettle sich von einem klassischen Kassensystem unterscheidet

Zettle deckt in erster Linie die Kartenzahlung ab, nicht den vollen Funktionsumfang eines Gastronomie-Kassensystems mit Tischverwaltung, Küchendrucker-Anbindung oder Warenwirtschaft. Für einen Betrieb, der bereits eine Kasse betreibt und nur eine zusätzliche oder alternative Kartenzahlungslösung sucht, ist dieser schlanke Zuschnitt ein Vorteil, weil keine bestehende Kassenlösung ersetzt werden muss. Für einen Betrieb, der Kassenfunktion und Kartenzahlung aus einer Hand sucht, deckt Zettle dagegen nur einen Teil des Bedarfs ab, hier lohnt sich der Vergleich mit einem All-in-One-Anbieter wie Flatpay.

Einrichtung und Integrationen

Als einzige öffentlich dokumentierte Integration bindet Zettle direkt an PayPal an, darüber laufen Auszahlungen und die Business Debit Mastercard. Weitere Drittanbieter-Integrationen, etwa an ein bestehendes Kassensystem oder eine Buchhaltungssoftware, nennt Zettle auf der deutschen Seite nicht, hier lohnt sich eine direkte Nachfrage vor dem Kauf, falls eine Anbindung an ein vorhandenes System vorausgesetzt wird.

Die Einrichtung selbst reduziert sich auf wenige Schritte: PayPal-Geschäftskonto verknüpfen, Lesegerät per Bluetooth mit der Kassen-App koppeln, Artikel in der App anlegen. Ein technischer Vor-Ort-Support, wie ihn größere Kassensysteme mit mehrwöchigem Onboarding anbieten, ist bei diesem schlanken Funktionsumfang nicht dokumentiert, die Einrichtung ist auf Selbstinstallation durch den Betrieb ausgelegt.

Compliance: TSE und GoBD

Ein unabhängiger Kassenvergleich listet Zettle unter dem früheren Namen iZettle Go explizit mit den Merkmalen Gastronomie, Android POS und GoBD-Konformität. Die Umbenennung von iZettle zu Zettle folgte der vollständigen Integration in PayPal, die zugrunde liegende Hardware und die Kassen-App blieben nach vorliegenden Angaben im Kern erhalten, ältere Vergleichsseiten führen den Anbieter deshalb teils noch unter dem ursprünglichen Namen. Laut eigener Produktseite entspricht die Kassensoftware von PayPal Point of Sale den Anforderungen der GoBD und der KassenSichV, eine monatliche TSE-Gebühr fällt laut AGB nicht an. Ein Betrieb, der das Lesegerät als reines Zahlungsterminal statt als vollwertiges Kassensystem einsetzt, bleibt für die TSE-Pflicht dennoch selbst verantwortlich, weil die Pflicht am elektronischen Kassensystem hängt, nicht am einzelnen Zahlungsterminal.

Für welchen Betriebstyp Zettle passt

Ein Marktstand oder ein mobiler Imbiss mit wechselndem Standort profitiert von der Kombination aus Lesegerät und App, weil keine feste Kassenhardware installiert werden muss und das Gerät sich einfach mitnehmen lässt. Ein kleines Café mit überschaubarem Kartenumsatz kann mit dem niedrigen Neukundenpreis von 29 € kostengünstig in die Kartenzahlung einsteigen, ohne monatliche Grundgebühr. Ein Restaurant mit umfangreichem Tischservice und Bedarf an Tischverwaltung oder Küchendrucker-Anbindung findet bei Zettle dagegen nicht die dafür nötigen Kassenfunktionen, hier passt ein vollwertiges Kassensystem mit Zahlungsintegration besser.

Alternativen zu Zettle

Zettle unterscheidet sich von SumUp durch das Geräte-Kauf-Modell ohne gestaffelten Tarif: Wo SumUp zwischen Standard-Tarif und Zahlungen Plus wählen lässt, kauft ein Betrieb bei Zettle das Lesegerät einmalig, mit einheitlich 1,39 % Transaktionsgebühr auf allen Karten. Gegenüber Flatpay liegt der Unterschied in der Vertragsbindung: Flatpay bindet 36 Monate, Zettle bindet an keinen festen Vertragszeitraum und nennt dieselbe 1,39 % Transaktionsgebühr wie SumUps Standard-Tarif.

Für einen Betrieb, der vor allem Preistransparenz bei der Transaktionsgebühr sucht, ist SumUp mit öffentlich genannten 1,39 % im Standard-Tarif die vergleichbarere Option. Für einen Betrieb, der in erster Linie ein günstiges Einstiegsgerät ohne monatliche Bindung sucht, bleibt Zettle über den niedrigen Gerätepreis und die mit SumUp identische Transaktionsgebühr von 1,39 % attraktiv.

Innerhalb der neun Kassensysteme im Wirtano-Vergleich nennt Zettle sowohl den einmaligen Gerätepreis als auch die laufende Transaktionsgebühr öffentlich, ebenso wie SumUp und Flatpay. Wer beide Kostenarten vor der Entscheidung gegenüberstellen will, findet bei Zettle mit 1,39 % dieselbe Transaktionsgebühr wie im SumUp-Standardtarif, dazu den niedrigeren Einstiegspreis über den Gerätekauf statt eines laufenden Zahlungstarifs.

Zettle-Alternativen entdecken vergleicht gezielt Ausweichoptionen für Leser ohne PayPal-Bindung. SumUp oder Zettle im direkten Vergleich stellt beide Einsteiger-Lösungen direkt gegenüber. Zurück zur Kassensysteme-Übersicht vergleicht alle neun Anbieter.

Häufige Fragen

Was kostet das Zettle-Kartenlesegerät?

Das Kartenlesegerät kostet ab 29 € für berechtigte Neukunden, reguläre weitere Geräte kosten 79 € zzgl. USt. Die Transaktionsgebühr beträgt laut Zettle 1,39 % für alle Kartenarten.

Ist Zettle GoBD-konform?

Ein unabhängiger Kassenvergleich bestätigt GoBD-Konformität für Zettle (früher iZettle Go). Laut eigener Produktseite entspricht die Kassensoftware zudem den Anforderungen der TSE/KassenSichV.

Gehört Zettle zu PayPal?

Ja, Zettle ist eine Marke von PayPal. Auszahlungen und die Business Debit Mastercard laufen direkt über die PayPal-Anbindung.

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